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Von Pomacocha (km 327) aus machten
wir uns auf den Weg zu unserem Endziel: Tarapoto.
Die Brücke Nieva über
den gleichnamigen Fluss am Kilometer 371 bildet den Grenzpunkt zwischen
dem Departament Amazonas und San Martín. Die Vegetation wird immer
dichter und das Klima besser.
Etwa bei Kilometer 410 kamen wir nach Aguas
Verdes (grüne Wasser), das noch zum «hohen Urwald» gehört.
Noch sind Teile des mit Vegetation bedeckten nord-östlichen Gebirgszuges
zu erkennen. Langsam dringen wir ins Tal des Alto Mayo ein (1000 m Höhe),
eines der reichsten Täler Perus, das vom Fluss Mayo durchflossen wird,
der in den Huallaga einmündet. Von hier kann die sogenannte Cordillera
Azul (blaue Gebirgskette) beobachtet werden. Hinter diesem Gebirgszug
beginnt das Tiefland des Amazonas. Leider führte unsere Reise nicht bis
in dieses Gebiet.
Die Straße durchquerte verschiedene Orte wie Santa Rosa
del Mirador, Los Naranjos (km 428), 3 de Mayo (km 430), Tumbaro (km 437),
Naranjillo (km 442), Victoria (449), San Juan (km 451), La Unión (km
456), Nueva Cajamarca (km 459). Letzteres gehört bereits zum Distrikt
Rioja, mit größerer wirtschaftlichen Bedeutung als Moyobamba. Die Stadt
mit den grössten wirtschaftlichen und turistischen Aktivitäten in ganz
San Martín ist jedoch Tarapoto.
Bis Rioja ist die Straße asphaltiert,
danach leider nicht mehr. In Rioja besuchten wir Frau Leito, die durch
ihre typischen kunsthandwerklichen Gegenstände bekannt ist.
20 km weiter
erreichen wir Moyobamba (in 900 m Höhe), Hauptstadt des Departaments San
Martín und älteste Stadt der Gegend, weshalb sie als kulturelle Wiege
des östlichen Perus bezeichnet wird. Die Wasserfälle von Gera bezeugen
die Schönheit der Landschaft und werden von vielen Touristen besucht.
Beim Mittagessen im Hotel Puerto Mirador von Moyobamba erlabten wir uns an
vorzüglichen typischen Gerichten. Zuerst zwei Aperitife, Bailys de Rioja
und Moyosha (aus Wurzelextrakten, Zimt, Zuckerrohrschnaps und Kakao). Das
Essen begannen wir mit der bekannten Inchicapi (eine Suppe aus Mais,
Erdnüssen, Koriander, Maniok, Hähnchenfleisch und Aji) und als
Hauptgericht Rinderlende mit gebackenen Bananen und zur Begleitung
frittierte Bananenscheiben und kleine Moniokstückchen.
Nach diesem
angenehmen Aufenthalt ging unsere Reise nach Tarapoto weiter. Nicht fehlen
durfte ein Halt in Lamas, 20 km von Tarapoto entfernt. Seine Bewohner sind
anderen Ursprungs sind als in allen anderen Urwaldgegenden. Trotz
vielfältiger andersartiger Einflüsse haben sie ihre eigenständigen
Gebräuche und Traditionen bewahrt. Es handelt sich um ein Volk der
einheimischen Gebirgsbewohner, die von den Chancas abstammen, die in den
Urwald emigrierten, um dem Joch der Inkas zu entfliehen. Ihre Sprache ist
daher das Quechua.
Lamas ist als Folklore-Zentrum von San Martín bekannt.
Es ist terrassenförmig in drei Höhenebenen angelegt.
Endlich erreichten
wir auf unserem Wege Tarapoto, als Stadt der Palmen bezeichnet. und nur
drei Kilometer von der Stadt entfernt kommen wir in Puerto Palmeras
Tarapoto Resort an. Es ist ein idealer Ausgangspunkt, um die turistischen
Attraktionen der Umgebung kennenzulernen. Im Resort selbst finden wir
einen eigenen See, ein Schwimmbad mit olympischen Ausmaßen, eine Kapelle
und viel Komfort für den Touristen. Das wichtigste aber ist das
freundliche und entgegenkommende Wesen seines Eigentümers Carlos
González, der auch der Promotor und Führer dieser Reise ins Reich der
Chachapoyas ist. Er ist der hauptsächliche Förderer des Tourismus für
die ganze Gegend.
Von Puerto Palmeras aus werden Ausflüge nach Tarapoto,
zum Mayo-Fluss (Bootsfahrten), den Wasserfällen con Ahushiyaku, dem See
Laguna Azul oder Lago Sauce, Puerto Patos, Lago Lindo, Yurimaguas und
vielen anderen für den Touristen interessanten Plätzen der Umgebung
organisiert.
Ich glaube, dass Sie mit mir übereinstimmen, «Es gibt
das Paradies», wie Carlos González sagt. Peru ist ein wunderbares
Land. Die Natur beschenkt uns mit Landschaften, Tier- und Pflanzenwelt und
auf der Welt einmaligen Reizen. Was wir haben, müssen wir gerne haben,
darauf aufpassen und es bekannt machen.
Ich hoffe, dass dieser
Reisebericht für Sie ein Genuss war. Ermuntert Sie es nicht, diese Reise
selbst zu erleben? Begleiten Sie uns in der nächsten Ausgabe auf unserer
Reise nach Yurimaguas, der Perle des Huallaga.
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